Tünche und Kompromisse: Naturschutzfilme in der DDR

Eine Kooperation mit dem Naturkundemuseum Potsdam - Ein Begleitprogramm der Ausstellung "Achtung Eule!"
Beginn:
21.05.2026, 19:00 Uhr
Ende:
21.05.2026, 21:00 Uhr
Beschreibung:

In der DDR kann sich der Naturschutzfilm nur langsam emanzipieren. Trotz der reichen Tradition des Ufa-Biologiefilms, einer strengen Gesetzgebung und vieler Aktivist*innen müssen sich die Filme den politischen Prämissen unterordnen: Erholung der Werktätigen, industrialisierte Landwirtschaft, Flächen für Stadterweiterungen und das Militär. Nicht selten handeln sie von Kompromissen, wie in DIE VERBOTENEN INSELN den Weideauftrieb im Vogelreservat noch zur Brutzeit. Mutig sind die Kurzfilme dennoch, weil sie auch Konflikte benennen und einen konsequenten Naturschutz einfordern. In den 1980er Jahren nimmt die Kritik am Raubbau der Ressourcen zu und die zahlreichen ehrenamtlichen Naturschutz-Helfer*innen kommen vermehrt vor die Kamera.

Einführung: Ralf Forster (Filmmuseum Potsdam und Kurator von „Achtung Eule!“)

„Die große Niederung“, 1971, DEFA-Dok. i.A. DFF, Siegfried Bergmann, 26 min
„Bungalows“, 1976, DEFA-Trick, Klaus Georgi, 7 min (Zeichentrick)
„Komm, Trappi komm“, 1984, DEFA-Dok., Siegfried Bergmann, 18 min (16mm-Projektion)
„Junge Naturschützer“, 1988, DEFA-Dok. i.A. Fernsehen der DDR, Siegfried Bergmann, 29 min
„Tünche“, 1988/89, Manfred Seifert, 3 min (Flachfigurentrick)

Referent:
Ralf Forster (Filmwissenschaftler und Kurator von "Achtung Eule!")
Entgelt:
Spende