Jahresrückblick 2025 & Ausblick 2026

75 Jahre Naturschutzeule – ein Jubiläumsjahr mit Wirkung und Zukunft

Mit dem Abschluss des Jahres 2025 blickt das Haus der Naturpflege e.V. auf ein außergewöhnlich intensives und erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück. Im Mittelpunkt stand das 75-jährige Bestehen der Naturschutzeule, des deutschlandweit bekannten und gültigen Symbols für Natur- und Umweltschutz, dessen Ursprung untrennbar mit Bad Freienwalde verbunden ist – als Geburtsort der Naturschutzeule.

Bereits zu Jahresbeginn präsentierte sich das Haus der Naturpflege e.V. auf Landesebene: Beim BRANDENBURGTAG im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin war der Verein als Botschafter für Umweltbildung, Naturschutz und regionale Identität vertreten. Die Naturschutzeule stieß dort auf großes Interesse bei Fachpublikum, Politik sowie Besucherinnen und Besuchern und machte die Arbeit des Hauses sowie das bevorstehende Jubiläumsjahr weit über die Region hinaus sichtbar.

Ein neues Kapitel schlug der Verein unmittelbar anschließend mit der ersten Unternehmerveranstaltung in Bad Freienwalde auf. Ziel war es, Wirtschaft, Naturschutz und gesellschaftliche Verantwortung miteinander ins Gespräch zu bringen. In diesem Rahmen stellte das Haus der Naturpflege e.V. zentrale Jubiläumsprojekte vor: das besondere Kunst- und Beteiligungsprojekt „eulenARTen – KUNST für den Naturschutz“, das kreative Zugänge zum Thema Naturschutz eröffnet und die in Bad Freienwalde geschlüpfte Naturschutzeule weit über die Landesgrenzen hinausfliegen lassen will, sowie ein weiteres einzigartiges Vorhaben, bei dem ein Kinderdokumentarfilm mit dem Titel „ABENTEUER EINER EULE“ entsteht. Beide Projekte stießen auf großes Interesse und verdeutlichten, wie Umweltbildung, Kreativität und Zukunftsfragen generationenübergreifend miteinander verbunden werden können. Die Unternehmerveranstaltung setzte damit ein wichtiges Zeichen für regionale Vernetzung und zeigte, dass nachhaltiges Denken und unternehmerisches Handeln gemeinsam Zukunft gestalten können.

Im Frühjahr eröffnete die Pop-up-Ausstellung „eulenARTen – KUNST für den Naturschutz“ in der Bad Freienwalder Altstadt das Jubiläumsjahr. Über 300 individuell gestaltete Eulen-Objekte von Künstlerinnen und Künstlern, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürgern verbanden Kreativität mit einer klaren Botschaft: Naturschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Ausstellung entwickelte sich zu einem lebendigen Ort des Austauschs, der Begegnung und der aktiven Beteiligung.

Ein Höhepunkt des Sommers war der 2. Eulentag im Haus der Naturpflege, bei dem Eulen und Greifvögel hautnah erlebt werden konnten. Fachliche Einblicke, Führungen und vielfältige Umweltbildungsangebote für Jung und Alt machten die Veranstaltung zu einem Publikumsmagneten. Die Bedeutung der Arbeit des Hauses wurde dabei auch durch den Besuch der Brandenburger Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Hanka Mittelstädt, gewürdigt.

Darüber hinaus erfuhr das Haus der Naturpflege e.V. im Jubiläumsjahr eine besondere politische und mediale Aufmerksamkeit. Der Verein durfte den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, begrüßen, der sich vor Ort ein Bild von der Arbeit, der Geschichte und den Zukunftsplänen des Hauses machte. Zahlreiche externe Medienberichte begleiteten das Jubiläumsjahr, darunter ein ausführliches Interview mit Katrin Bosse, Geschäftsführerin des Hauses, das Haltung, Vision und den ganzheitlichen Ansatz der Naturpflege sichtbar machte und als Podcast zu hören ist (www.seenland-oderspree.de/podcast – Folge 27).

Den festlichen Höhepunkt und Abschluss der Jubiläumsaktivitäten bildete im Herbst die Jubiläumsfestwoche im Haus der Naturpflege, die mehrere Veranstaltungen miteinander verband.

Mit leuchtenden Farben und guter Laune trotz Nieselregen startete die Festwoche mit einem besonderen Lichterfest auf dem Marktplatz von Bad Freienwalde. Die Lichtilluminationen des Projekts „eulenARTen – KUNST für den Naturschutz“ tauchten das Rathaus und seine Umgebung in ein geheimnisvolles Licht. Zahlreiche Kunstwerke aus dem Projekt wurden per Beamer an die Fassade des Rathauses projiziert und machten Kunst, Naturschutz und Jubiläum für die Öffentlichkeit eindrucksvoll sichtbar.

Im weiteren Verlauf der Festwoche wurde die öffentliche Versteigerung der „eulenARTen“ in den Ausstellungsräumen zu einem besonderen Höhepunkt. In lebendiger Atmosphäre kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um für 75 zuvor ausgewählte Lieblingseulen aus dem Jubiläumsprojekt zu bieten.

Die öffentliche Ausstellung selbst wurde lebendig gestaltet von Silke Smilgies, Geschäftsführerin der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, und Katrin Bosse, Geschäftsführerin des Hauses der Naturpflege – und natürlich von den Besucherinnen und Besuchern selbst.

Jede der individuell gestalteten Eulen erzählte ihre eigene Geschichte – von künstlerischer Freiheit, persönlicher Ausdruckskraft und der gemeinsamen Verantwortung für Natur und Umwelt. Mit viel Begeisterung, Humor und gegenseitiger Wertschätzung wechselten die Kunstwerke ihre Besitzerinnen und Besitzer und „lernten fliegen“.

Die Erlöse aus der Versteigerung flossen unmittelbar in konkrete Bildungs- und Naturschutzprojekte des Hauses. So konnte bereits am darauffolgenden Tag im Rahmen des Gartenfestes feierlich ein Zukunftsbaum im historischen Garten des Hauses der Naturpflege gepflanzt werden. Aktuell findet zudem ein Osterferienworkshop im Haus der Naturpflege statt, in dem das Hörspiel „Ruf der Eule“ entsteht. Dank der Spenden aus der Versteigerung ist es gelungen, den Workshop für alle Familien finanziell zugänglich zu machen. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diese wertvolle Unterstützung. Das fertige Hörspiel wird nach seiner Fertigstellung selbstverständlich auch auf unserer Homepage zu hören sein.

Den Ausklang der Festwoche bildete schließlich das Gartenfest im Haus der Naturpflege, das Raum für Begegnung, Gespräche und gemeinsames Feiern bot. Regionale Stände, kulinarische Angebote, Kreativaktionen sowie die literarische Reise mit den „Vögeln der Nacht“ – mit Dr. Kenneth Anders und Erhard Wurst – schufen einen würdigen und herzlichen Abschluss des Jubiläumsjahres.

Um das Jubiläumsjahr sowie Aufgabe und Arbeit des Hauses der Naturpflege in Wort und Bild zusammenzufassen, hat sich der Verein etwas Besonderes einfallen lassen: den immerwährenden Kalender „ZEIT FÜR NATURSCHUTZ“. Der Kalender begleitet durch das Jahr und führt zugleich durch die Ausstellungsräume von „eulenARTen – KUNST für den Naturschutz“. Er bietet spannende Hintergründe zur Gestaltung der Werke, zur Entstehung der Naturschutzeule, zum Leben und Wirken von Erna und Kurt Kretschmann sowie zu den vielfältigen Eulenkunstwerken und verbindet Erinnerung, Bildung und Inspiration. Er ist im Haus der Naturpflege, in der Tourist-Information Bad Freienwalde sowie im Bad Freienwalder Buchladen „Papierblüte“ erhältlich.

Ausblick 2026

Mit dem Jubiläumsjahr 2025 hat das Haus der Naturpflege e.V. einen Samen gelegt – mit dem Ziel, die Naturschutzeule weit über die Landesgrenzen hinaus fliegen zu lassen. Ganz im Sinne von Kurt und Erna Kretschmann ist für das Jahr 2026 eine Wanderausstellung geplant, mit der die Naturschutzeule künftig durchs Land reisen wird. Sie erzählt ihre Geschichte und Herkunft, würdigt ihren 75. Geburtstag und zeigt die einzigartigen Kunstwerke aus dem Jubiläumsprojekt „eulenARTen – KUNST für den Naturschutz“. Ziel ist es, Naturschutz sichtbar, begreifbar und erlebbar zu machen – im Dialog mit unterschiedlichen Regionen und Zielgruppen.

Zurzeit hat die Naturschutzeule ihr Nest in der Landeshauptstadt Potsdam gebaut. Im Rahmen der Sonderausstellung „Achtung Eule – Ein Zeichen für den Naturschutz“ ist sie aktuell im Naturkundemuseum Potsdam zu sehen und wird dort noch bis einschließlich August 2026 Station machen. Dass die Naturschutzeule, deren Ursprung untrennbar mit Bad Freienwalde verbunden ist, nun in der Landeshauptstadt so präsent ist, erfüllt den Geburtsort der Naturschutzeule mit großem Stolz.

Darüber hinaus plant das Haus der Naturpflege e.V. für den Frühsommer 2026 ein Zukunftsgespräch zum Thema „Naturschutz heute“, voraussichtlich in den Ministergärten der Brandenburger Landesvertretung in Berlin, in Zusammenarbeit mit der Brandenburger Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Hanka Mittelstädt. Ziel ist es, die heutigen Aufgaben der Naturschutzeule und aktuelle Herausforderungen des Naturschutzes gemeinsam mit Politik, Fachöffentlichkeit und Zivilgesellschaft zu diskutieren.

Parallel dazu wird das Projekt Kinderdokumentarfilm „ABENTEUER EINER EULE“ konsequent weitergeführt. Ein bedeutender Teil der Finanzierung konnte bereits gesichert werden – durch zahlreiche private Unterstützerinnen und Unterstützer über die gemeinnützige Spendenplattform betterplace (www.betterplace.org/p149255) sowie durch die Heinz Sielmann Stiftung, die sich bundesweit für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und Lebensräumen sowie für Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung engagiert.

Über die weiteren Schritte und Stationen der Naturschutzeule wird das Haus der Naturpflege e.V. auch 2026 regelmäßig informieren und lädt alle Interessierten ein, diesen Weg weiterhin aufmerksam und unterstützend zu begleiten.